Kreative Revolution
Was kommt nach dem Industriekapitalismus?
11.11.2010, 19:00 Uhr
CAMPUS Dornbirn, CAMPUS Dornbirn
Die kreative Revolution - Eine Aufforderung zum Streit
Leben wir in einer Industriegesellschaft? Nach offizieller Lesart der europäischen Regierungen und der meisten Medien, Verbände und Bürger: Ja. Da ist was faul. Denn längst schon ist die Produktion nicht mehr das Rückgrat des Wohlstands und der Entwicklung. Aber wir haben eine Kultur und Denkart, die fest in dieser Welt verwurzelt ist.
Erstaunlich ist dabei, dass diese rückwärtsgewandte Haltung nicht etwa von führenden Industrieunternehmen verbreitet wird. Im Gegenteil: Produktionsunternehmen, die heute auf den Märkten erfolgreich sind, haben zum Teil richtungsweisende Transformationsprozesse hinter sich gebracht.
Es sind die „Kreativen“, die hinterherhinken. Sie sind ein wesentlicher Teil der Lähmschicht in diesem Prozess.
Wo liegen ihre Schwächen? Was verhindert eigentlich, dass die, die theoretisch längst die führende Rolle haben sollten, so wenig zu sagen haben?
Darum und um mehr in Sachen Transformation wird der Vortrag Wolf Lotters gehen. Er versteht sich durchaus auch als Aufforderung zum gediegenen Streit darüber, was die Kreative Klasse ausmacht – und wo sie noch reichlich zu lernen hat.
Wolf Lotters Leitartikel für die Themenschwerpunkte von Brand eins beschäftigen sich mit Fragen der Transformation von der Industrie zur Wissensgesellschaft. Als einer von 50 Experten war er im Jahr 2009 im Berliner Kanzleramt Mitglied der Runde „Deutschlands nächste Jahre“. Sein Buch „Die Kreative Revolution. Was kommt nach der Industriegesellschaft“ gilt als erste vollständige Bestandsaufnahme der Grundlagen der Kreativ- und Ideenwirtschaft im deutschsprachigen Raum.
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