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Who designs Austria?

 

18.05.2016, 16:00 Uhr

Es ist ein Dilemma mit dem österreichischen Design. Genuin österreichische Kreativleistungen umgibt des Öfteren die Patina der Wiener Moderne und der vorigen Jahrhundertwende, kristalline Luxusprodukte oder Energydrinks sind zwar weltbekannt, werden aber selten als made in Austria wahrgenommen und nicht einmal die Lipizzaner kommen aus einem österreichischem Gestüt … Fazit: weltberühmt, aber irgendwie nur fast oder erst bei genauem Hinsehen aus Österreich, viel Glanz, aber wenig Bewusstsein und insgesamt ein eher trübes Bild, wenn man nach spezifisch österreichischem Design fragt. Höchste Zeit also zu klären, wie man dieses Bild von Österreich in Zukunft besser zeichnen kann. Denn eines steht fest: Es mangelt in Österreich weder an Designerinnen und Designern und auch nicht an Unternehmen, die bereit sind, Design als Wettbewerbsstrategie in ihr Handeln einzubinden. Was noch fehlt, ist die Schärfung des Bewusstseins, und zwar nicht nur im Land selbst, sondern vor allem auch jenseits der rot-weiß-roten Grenzen.

Wo und wie man bei dieser Aufgabe ansetzen kann, klärt eine Diskussionsrunde, die am 18. Mai im designforum Steiermark über die Bühne geht. Die Frage „Who designs Austria?“ diskutieren Thomas Geisler (Kurator im MAK), Lilli Hollein (Direktorin der Vienna Design Week), Bettina Steindl (Leiterin des designforum Wien), Karl Stocker (Studiengangsleiter Informationsdesign an der FH Joanneum), Martin Fössleitner (Vorstandsmitglied designaustria), das Designbüro mischer’traxler und Eberhard Schrempf (Creative Industries Styria).

austria design net
Den Anstoß zu dieser Diskussion gab das neu gegründete austria design net, eine Interessengemeinschaft österreichischer Designinitiativen, die sich zum Ziel setzt, österreichisches Design international besser zu positionieren. Die Gemeinschaft umfasst so wichtige und umsetzungsstarke Mitglieder wie designaustria, das designforum Wien, die Vienna Design Week, das MAK, die CreativeRegion Linz & Upper Austria, departure – das Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien sowie die Außenwirtschaft Austria, die aws (Austria Wirtschaftsservice) und die Creative Industries Styria, die als Gründungsmitglied eine führende Rolle spielt. Für 2016 sind noch zwei weitere Aktivitäten geplant: zum einen ein Auftritt bei der ersten Design Biennale in London im September, zum anderen die Teilnahme bei der World Design Capital 2016 im Oktober in Taipeh, wo Österreich als Gastland geladen ist. Dazu sind eine Ausstellung, ein Vermittlungsworkshop und ein Präsentationsabend geplant.

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